Sobald die Temperaturen sinken, bleiben die Fenster in unseren Häusern automatisch öfter geschlossen. Was an sich kein Problem ist, solange du die Innenräume weiterhin ordentlich lüftest. Denn überall in unserem Zuhause sammelt sich Feuchtigkeit an. Und das nicht nur im Waschraum oder im Badezimmer. Was passiert, wenn diese Feuchtigkeit dauerhaft in einem Raum bleibt, ist mehr als nur unangenehm, sondern äußerst belastend für deine Gesundheit: Schimmel.

Um Schimmel zu vermeiden, ist es wichtig, deine Wohnung regelmäßig und richtig zu lüften. Diese 11 Tipps solltest du dabei beachten:

  1. Regelmäßig lüften heißt: 3-4 x täglich
    Wenn du denkst, dass Lüften am Morgen und Abend ausreicht, hast du dich leider geirrt: Bis zu 12l Kondenzwasser entstehen in einem Vier-Personen-Haushalt. Vorausgesetzt, es sind alle den ganzen Tag Zuhause. An Wochenenden und Tagen, an denen sich viele im Inneren aufhalten, ist es ratsam, 3-4 Mal täglich zu lüften, um zu vermeiden, dass sich die Feuchtigkeit als Tauwasser an den kalten Stellen im Zimmer absetzt.
  2. Zeichen für falsches Lüften erkennen
    Apropos Tauwasser. Wenn du Kondenzwasser am Fenster entdeckst, ist es schleunigst Zeit, deine Bude einmal durchzulüften. Fenster sind die kältesten Stellen im Raum, sodass du dort als Erstes erkennen kannst, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist.
  3.  Stoßlüften statt Dauerlüften
    Dauerlüften bezweckt eigentlich nur Eins: einen unnötigen Energieverbauch und das Auskühlen deiner Wohnräume. Stehen die Fenster dauerhaft auf Kipp, hat die Luft kaum eine Chance, sich vollständig auszutauschen. Doch das ist genau das, was wir wollen. Denn grade die frische Luft im Winter enthält wesentlich weniger Luftfeuchtigkeit, als die Luft im Rauminneren. Deswegen heißt es: Fenster lieber für fünf bis zehn Minuten komplett aufreißen!
  4. Für Durchzug sorgen
    Der Luftaustausch ist besonders dann effektiv, wenn du für Durchzug sorgst. Dazu öffnest du einfach Fenster, die in gegenüberliegenden Räumen liegen und erzeugst so eine Querlüftung.
  5. Richtig heizen
    Während des Lüftens gehören die Heizungsventile runtergedreht. Ansonsten würdest du die Energie wort-wörtlich zum Fenster rauswerfen.
  6. Möbel nicht an die Wand stellen
    Die Möbel nicht komplett an die Wand zu stellen, ist besonders in den Räumen wichtig, die tendentiell kälter sind, als der Rest der Wohnung. So ist es oft im Schlafzimmer der Fall, denn dort lagert sich die Feuchtigkeit viel schneller ab. Begehrt sind für Schimmel dann die Stellen, die mit Möbeln zugestellt sind, da die Luft zwischen Mauerwerk und Möbelstück nicht zirkulieren kann.
  7. Bad, Küche und Waschraum häufiger lüften
    Ob im Badezimmer, in der Küche oder im Waschraum: Alle Räume, die stärker der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, als normal, solltest du entsprechend häufiger lüften.
  8. Luftfeuchtigkeit messen
    Wenn du es genauer wissen willst, kannst du natürlich auch die Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung messen. So hast du stets im Blick, wann dir die (optimale) Luft ausgeht.
  9. Ordentliche Temperaturen erzeugen
    Richtiges Lüften macht nur dann Sinn, wenn die Innentemperatur angemessen ist. Als Richtwert gilt: Die Temperatur im Wohnbereich liegt meistens bei ca. 20 Grad, für Sparfüchse sind zwei bis drei Grad kälter auch in Orndung. Die Schlafzimmertemperatur sollte bei 16-17 Grad liegen, ebenso wie in der Küche (dort heizen Herd und Kühlschrank zusätzlich mit). Für ein Treppenhaus sind 12 Grad perfekt und im Keller reichen sogar sechs Grad aus.
  10. Schimmel entfernen
    Kommen diese Tipps bereits zu spät, so solltest du dich am Besten bei einem Fachmann erkundigen, wie du den Schimmel in deiner Wohnung richtig, gesundheitsschonend und dauerhaft entfernst. Denn je nach dem, wie ausgeprägt der Schimmel in deiner Wohnung ist, solltest du kein Risiko eingehen.